Der richtige Reifendruck für die eigene Fahrsicherheit

nightowl / Pixabay
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PKW müssen vielen Anforderungen in Punkto Sicherheit im modernen Straßenverkehr gerecht werden. Dazu zählt nicht nur eine funktionierende Beleuchtung. Auch die Autoreifen tragen entscheidend zur Fahrsicherheit bei. Bei falschem Reifendruck kann der Fahrspaß jedoch schnell zum Sicherheitsrisiko werden. Viele Autofahrer halten jedoch eine regelmäßige Überprüfung des Reifenfülldrucks für unnötig. Dies kann jedoch fatale Auswirkung während der Fahrt haben, denn rund 40% aller Verkehrsunfälle sind auf zu geringen Reifenfülldruck zurückzuführen!

Luftdruck messen – Regelmäßigkeit muss sein

Jeder Fahrer sollte Unfällen vorbeugen. Die Überprüfung des Reifendruckes kann entscheidend dazu beitragen. Denn durch zu wenig Luft in den Reifen nimmt zum einen der Kraftstoffverbrauch zu, die Fahrsicherheit jedoch deutlich ab. Die Seitenwände des Reifens werden so verformt, dass das Fahrzeug in Extremsituationen nur noch unzureichend auf Lenkbewegungen reagiert. Regelmäßige Kontrollen sollten daher für Sie als Autofahrer zur Routine werden. Der passende Reifenluftdruck kann allerdings nicht pauschal angegeben werden. Er hängt von der jeweiligen Situation sowie Fahrzeug- und Reifentyp ab. Bei Fahrten alleine ist ein anderer Wert nötig als mit mehreren Insassen oder bei Vollbeladung. Die Herstellerangaben sollten Sie genau einhalten. Dies gilt auch für junge Fahrer, die sportliche Fahrzeuge bevorzugen. Diese neigen bei sportlichen Fahrwerken dazu, die Luft aus den Reifen zu lassen oder deutlich zu erhöhen, um den Fahrkomfort zu steigern. Verschleiß und Unfallrisiko werden dabei außer Acht gelassen. Bei allem scheinbaren Fahrkomfort sollten allerdings Fahrwerkseinstellungen und Luftdruck zueinander passen. Gemessen werden kann der Reifenluftdruck an Tankstellen oder mit im Handel erhältlichen Geräten, die Sie auch Zuhause nutzen können. Vergessen Sie bei Ihren Kontrollmessungen jedoch nicht das Ersatzrad.

Reifendruckkontrolle dank moderner Systeme

Seit November 2014 müssen Neuwagen, die erstmals zugelassen werden, über ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) sowie einem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) verfügen. Bei Letzterem sorgen Sensoren dafür, dass einzelne Räder kontrolliert bei Schleudergefahr abgebremst und so der PKW stabilisiert wird. Zusammen mit dem Antiblockiersystem greifen die beiden Systeme so in die Bremsanlage ein. Dies erhöht die Fahrweise des Fahrzeuges deutlich. Das RDKS sorgt zusammen mit den andern beiden Sicherheitssystemen ebenfalls für mehr Fahrstabilität. Durch indirekte oder direkte Messung an den Reifen wird eine Abweichung des Solldrucks festgestellt und entsprechend angezeigt. Die Werte, die die Systeme bei der indirekten Variante beziehen, stammen von den Sensoren der Transaktionskontrolle oder dem ABS. Direkte Systeme messen die Lufttemperatur und den Luftdruck des Reifens, um Druckverluste festzustellen. Beide Varianten tragen zusammen mit dem Elektronischen Stabilitätsprogramm entscheidend zu Ihrer Fahrsicherheit bei!